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Mandanteninformtionen

Juni 2010

Anforderungen an den Inhalt einer Rechnung

In Rechnungen von Handwerksbetrieben werden oft allgemeine Beschreibungen wie Trockenbau, Fliesen- oder Außenputzarbeiten verwendet.
Diese allgemeinen Beschreibungen erfüllen nicht die Anforderungen zum Vorsteuerabzug.
Um den Vorsteuerabzug zu erhalten, müssen Angaben tatsächlicher Art enthalten sein, die eine Identifizierung der abgerechneten Leistung eindeutig und leicht nachprüfbar ermöglichen.
Der BFH hat mit diesem Beschluß ( BFH 05.02.2010, XI B 31/09 ) seine Rechtsprechung zu den Inhaltsangaben fortgesetzt, die zuvor bereits für Bauarbeiten und Beratungsleistungen ergangen war.
Bei solch allgemeinen Bezeichnungen wird die mehrfache Abrechnung der damit verbundenen Leistungen nicht ausgeschlossen.

März 2010

Elektronische Übermittlung der Bilanz und GuV
Durch das Steuerbürokratieabbaugesetz wurde die elektronische Übermittlung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und einer evtl. notwendigen Überleitungsrechnung an die Finanzverwaltung ins Gesetz eingefügt. Gem. § 5b EStG ist dies erstmals für nach dem 31.12.2010 beginnende Wirtschaftsjahre durchzuführen. Die elektronische Übermittlung betrifft die Gewinnermittlung nach § 4 Abs.1 und § 5 EStG, also nicht die Gewinnermittlung nach § 4 Abs.3 EStG ( Einnahmenüberschußrechnung ).
Einzelheiten regelt ein aktuelles Schreiben des BMF.
Diese Verpflichtung kann mittels Zwangsgeld durchgesetzt werden.

Januar 2010

Aufteilung der Aufwendungen für gemischt veranlaßte Reisen

Für gemischt veranlasste Aufwendungen galt bisher das Aufteilungs- und Abzugsverbot
gem. § 12 Nr. 1 EStG.
Mit Beschluß vom 21.09.2009 hat der BFH diese Rechtsprechung zum Teil aufgegeben.

Dem Urteil lag eine siebentägige Reise in die USA zu Grunde. Von den 7 Tagen waren lediglich die letzten drei Tage privat veranlasst.
Der BFH hat in diesem Fall die Flugkosten für den Hin- und Rückflug aufgeteilt. 4/7 dieser Flugkosten hat er als Betriebsausgaben anerkannt.

Es bleibt jedoch weiterhin bei dem Verbot der Aufteilung, wenn die beruflichen und privaten Veranlassungsbeiträge derart ineinander greifen, das eine Trennung nicht möglich ist.
Es müssen also objektiv nachprüfbare Kriterien für eine Aufteilung vorliegen.

November 2009

Änderungen im Umsatzsteuerrecht ab 01.01.2010

Der Rat der Europäischen Union hat im Februar 2008 ein sogenanntes MwSt-Paket verabschiedet, das einige wichtige Änderungen im Bereich der sonstigen Leistungen – Dienstleistungen - vorsieht.
Im wesentlichen handelt es sich um Bestimmungen zum Ort der sonstigen Leistungen, der Verlagerung der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger, die Zusammenfassende Meldung und ein vereinfachtes Vorsteuervergütungsverfahren.

Bis zum 31.12.2009 unterliegen sonstige Leistungen, die ein deutscher Unternehmer erbringt grundsätzlich der Besteuerung im Inland am Sitz des leistenden Unternehmers.

Ab 01.01.2010 verschiebt sich bei sonstigen Leistungen für Unternehmer der Ort dieser sonstigen Leistung an den Sitzort des Leistungsempfängers.
Diese sonstigen Leistungen sind auch ab 2010 im Rahmen einer Zusammenfassenden Meldung zu deklarieren. Diese Meldung soll nach derzeitigem Stand der Gesetzgebung monatlich erfolgen, auch wenn die Umsatzsteuer ¼ jährlich anzumelden ist.
Bis zum 31.12.2009 gilt dies Verfahren der zusammenfassenden Meldungen nur für innergemeinschaftliche Lieferungen. Die Abgabe erfolgte bisher ¼ jährlich.

Bei sonstigen Leistungen an Privatpersonen ändert sich nichts, es verbleibt beim Sitzort des leistenden Unternehmers.

September 2009

Arbeitszimmer können wieder steuerlich geltend gemacht werden
Der Bundesfinanzhof bezweifelt das Verbot von 2007.
Lehrer und vergleichbare Berufsgruppen können vorerst wieder ihr Arbeitszimmer beim Finanzamt geltend machen.Allerdings riskieren sie dann aber, das die eingesparten Steuern später nachgezahlt werden müssen.
Die inhaltliche Entscheidung des BFH wird erst in ein paar Jahren erfolgen.
Das letzte Wort wird hier aber wohl das Bundesverfassungsgericht haben, dies wird erst nach der Entscheidung des BFH eingeschaltet werden.

August 2009

Keine Steuerermäßigung bei Barzahlung
Der Bundesfinanzhof ( BFH ) hat in einem neuen Urteil bestätigt, das die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen ( 20 % der Aufwendungen, max. 4.000 €/Jahr ) ausgeschlossen ist, wenn die Rechnung bar bezahlt wird. Der BFH sieht keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen diese Regelung.
Diese Vorschrift trägt der Erfahrung Rechnung, das Barzahlung ein Indiz für Schwarzarbeit sein kann.
Diese Ungleichbehandlung von baren und unbaren Zahlungsvorgängen rechtfertigt daher das Ziel des Gesetzgebers, die Schwarzarbeit zu bekämpfen.
Entsprechendes gilt für die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen ( 20 % der Aufwendungen, max. 1.200 €/Jahr )
Dies gilt, obwohl der Erklärung ab dem Veranlagungszeitraum 2008 bei entsprechenden Ausgaben keine Bankbelege beigefügt werden müssen.
Das Finanzamt kann diese Belege aber stichprobenhaft anfordern. Sie sollten dann die entsprechenden Zahlungsbelege vorlegen können.

Info - Januar 2009

Wir wünschen unseren Mandanten und Freunden ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr 2009!

Info - Dezember 2008

Die Bundesregierung arbeitet gerade an einem Neuentwurf der Schenkungsteuer und der Erbschaftsteuer.

Info - November 2008

Ab und an stellen wir einige bedeutende Entwicklungen mit steuerlichen Auswirkungen zusammen, die von Interesse für unsere Mandanten sein könnten.